Kapuzinerkloster

Rate this page

Das Kapuzinerkloster Bozen

Das Kapuzinerkloster Bozen mit seiner markanten Kirche zum Heiligen Antonius von Padua ist ein Ort der gelebten Bescheidenheit und Ruhe, der sich am südlichen Rand der Altstadt Bozen in der Kapuzinergasse befindet. Gegründet wurde die Anlage um 1600 auf den Ruinen der ehemaligen Burg der Herren von Bozen, von der heute noch die Reste der Ringmauer im Klostergarten zeugen.

Die Architektur des Klosters entspricht ganz dem Ideal des Kapuzinerordens: schlicht, zweckmäßig und ohne prunkvolle Fassaden. Im Inneren der Kirche erwartet Sie jedoch ein besonderer Kunstschatz, nämlich das Hochaltarblatt von Felice Brusasorzi, das die Madonna mit Heiligen darstellt. Auch die verschiedenen Seitenaltäre und die kunstvoll geschnitzten Beichtstühle spiegeln die tiefe Volksfrömmigkeit wider, für die der Orden seit Jahrhunderten bekannt ist.

Der Klostergarten: Eine grüne Lunge in der Stadt

Besonders hervorzuheben ist der weitläufige Klostergarten, der als einer der größten privaten Grünflächen der Bozner Altstadt gilt. Ein Teil dieses Areals wurde vor einigen Jahren als „Stadtpark“ für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, was eine kleine Sensation war. Inmitten von Obstbäumen und Gemüsebeeten kannst du hier eine Pause vom städtischen Trubel einlegen und die friedliche Atmosphäre genießen, die durch die alten Klostermauern zusätzlich abgeschirmt wird.

Soziales Engagement und Kultur

Das Kapuzinerkloster ist in Bozen nicht nur als Ort des Gebets bekannt, sondern vor allem für sein soziales Engagement. Die Kapuziner führen hier eine traditionelle Speisung für Bedürftige. Direkt angrenzend befindet sich zudem das Kulturzentrum „Trevi“, was einen spannenden Kontrast zwischen jahrhundertealter klösterlicher Tradition und modernem, italienischem Kulturleben schafft.

Da das Kloster nach wie vor von den Kapuzinerpatres bewohnt wird, sind die inneren Klostergebäude und der private Kreuzgang für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Es handelt sich um eine Klausur, also den privaten Lebensbereich der Mönche. Nur zu ganz besonderen Anlässen oder nach vorheriger, begründeter Anmeldung für Fachbesucher werden hier Ausnahmen gemacht.

Mein Tipp für dich:
Verbinde den Besuch der Kirche mit einem kurzen Spaziergang im angrenzenden Kapuzinerpark. Das gibt dir das beste Gefühl für die Weitläufigkeit und die Ruhe dieses historischen Ortes, ohne die Privatsphäre der Patres zu stören. Gleich in der Nähe kannst du das Dominikanerkloster mit den berühmten Fresken besuchen – und natürlich den riesigen Dom von Bozen. Lohnend ist außerdem der Kreuzgang im Franziskanerkloster.

Nach oben scrollen